Die Herstellung von Filz ist kulturgeschichtlich älter als Spinnen oder Weben und wurde von den Nomadenvölkern Zentralasiens nach China, Indien und Europa gebracht. In den 60´er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde diese alte Technik zunehmend für den künstlerischen und kunsthandwerklichen Bereich wiederentdeckt.
Man unterscheidet folgende Filztechniken:
Aus Merinowolle ensteht beim sogenannten Naßfilzen mit Hilfe von Wasser, Seife und der Kraft unserer Hände ein fester Filz. Dabei verhaken sich die Wollfasern miteinander und bilden einen festen Faserverbund.
Beim sogenannten Nadel- oder Trockenfilzen wird die Filzwolle mit Hilfe einer mit kleinen Widerhaken versehenen Filznadel verdichtet und so in die gewünschte Form gebracht.
Das Trockenfilzen eignet sich eher für Dekorationsgegenstände, während das Naßfilzen sehr gut für robustere Gegenstände sowie Textilien geeignet ist.
Das Nunofilzen ist eine spezielle Naßfilztechnik, bei welcher zarte Stoffe in Kombination mit dünn ausgelegter Wolle interessante Strukturen ergeben.
Diese Filztechniken können Sie in der Filzmeisterei erlernen.
In meiner umfangreichen Filzbibliothek steht Ihnen während der Kurszeiten eine große Auswahl deutsch- und englischsprachiger Fachbücher zur Verfügung.
Lassen Sie sich inspirieren!
Filzen für Heilberufe
Werkstoff Filz